Und wieder etwas Fortschritt am Flugzeug
Geschrieben von Werner am 11. Juli 2026 18:01:07:
Moin,
zwei Dinge gibt es, das erste ist wieder Werner Bastelstunde, inzwischen habe ich Spaß daran, was aus Blech zu machen, hätte ich früher nie gedacht.
Für die Heizung meines Supervogels brauche ich eine Regelierklappe, ich will ja bei Wetterlagen, wie sie momentan anstehen, nicht getoastet werden in dem Ding.
Die Klappe soll nicht nur den Zustrom von warmer Luft drosseln, sondern gleichzeitig auch die Warmluft nach außen hin lenken, sodaß der Auspuffmantel ständig durchströmt und gekühlt wird.
Hans, der 3D-Drucker hat tatkräftig mitgeholfen:
Ein unscheinbarer Quader aus gelben Plastik liegt auf einem dünnen Alublech.
Nun ist das Blech um den Quader herum gefalzt. Versuche, dass mit Anreißen und im Schraubstock hinzukriegen wurden so ungenau, dass ich auf die digitale Genauigkeit meines fleißigen Helfers gegangen bin. Ich bekomme nach dem Abkanten ein Übermaß von 1,5 mm gegenüber dem Kernklotz hin. Die Klappe soll einen halben Millimeter schmaler werden, als der Kanal mit Innenquerschnitt 60x40. Somit ist der Klotz 58 breit und das Ergebnis 59,5 mm.
Ungefähr in der Mitte der Stege sollen zwei Löcher Ø2mm gegenüber als Drehlager dienen. Jedoch, wenn man das nicht genau trifft, öffnet die Klappe später schief und verkantet. Also wieder eine Schablone für die Löcher.
Zwar ist der Kunststoff ziemlich weich, aber zum Anbohren von Löchern gut geeignet, weil er bei Erwärmung eher anfängt zu Schmieren und nicht seitlich ausreißt oder -franst. Für eine bis fünf Bauteile geht das ohne weiteres.
Nun hat die Klappe auch ihre Löcher. Das Paddel, was da ungekantet absteht, soll später noch angepaßt werden und wird dazu dienen die Zusatzöffnung im Auspuffmantel zu verschließen.
Wie die Anlenkung gehen kann, weiß ich noch nicht, aber wenn man alles vorher überlegt und noch nichts in den Hand hat, dann läuft der Ideengeneratur noch nicht richtig.
Soooo,das war der erste Punkt. Nun kommt der zweite:
Für die SD-1 ist das einzige realistische Beförderungsmittel ein eigens für das Flugzeug gefertigter Anhänger. Hallengebühren auf Flugplätzen sind astronomisch teuer, wenn überhaupt verfügbar. Und dann steht das Ding für teure Monatsmiete in einer Halle und wird mal ab und zu geflogen. Wenn was dran ist und was gemacht werden muß, sind die Bastelmöglichkeiten in der fremden Halle sehr begrenzt. Man muß also das Maschinchen wieder transportieren usw. usw.
Beim TÜV in Bonn habe ich vor Jahren schon vorgesprochen, habe immer wieder einen Termin bekommen, der dann bei meinem Erscheinen nicht stattfinden konnte. Beim vierten Versuch hatte dann der Ingenieur mit der Befähigung Eigenbauten abnehmen zu dürfen, endlich etwas Zeit. Sein Tenor: "Bauen Sie mal, wir schauen dann . . ." Die Skizzen, die ich angefertig habe, hat er gar nicht angeschaut. Tolle Sache - wie blöd kann man sein, sich auf sowas einzulassen.
Dann auf zu Anhängerherstellern, der billigste bot etwas an für 10.000 EUR. Die anderen meinten, als ich mich über das hohe Gewicht beschwert habe, ich solle mir mal ein vernünftiges Auto kaufen, also mindestens SUV.
Also weiter, ich zur DEKRA, "dürfen wir nicht, wir haben keinen, der diesen Befähigungsnachweis hat. Wir dürfen nur Jahresüberprüfungen machen"
Ok, aber die DEKRA hat noch einen in Köln sitzen, der das darf. E-Mail hingeschrieben - nix ! Nix, immer noch nix und da . . . . Antwort "aufgrund der Vielzahl der Anträge und der Urlaubszeit und ... und ... und ... kann momentan nichts gemacht werden bis mindestens zum Herbst (das war 2024) also keinen Bock, woher auch, der Mann selbst hat nichts davon, der kriegt sein Gehalt, die DEKRA kassiert die Gebühren und er muß sich mit so einem Typen, wie mir rumschlagen.
Frust macht sich breit, aber hier gibt es ja noch die GTÜ, die Konkurrenz. Ich frage den ortsansässigen, einen Herrn Schumacher, sehr nett, aber nein, nur regelmäßige Überprüfungen. Ob das noch je was wird ????
Und ich bastele verhalten weiter, suche nach Arbeit, habe keine gute Zeit, kann kein Geld ausgeben für Anfertigungen bis . . .mir Weihnachten 2025 ein junger Mann ins geparkte Auto fährt und ich einen anderen GTÜ-Mann dadurch kennen lerne. Dieser wiederum sagt, dass er keine Anhänger abnehmen darf, dass aber sein Chef sowas darf und er ihm (seinem Chef) meine Zeichnungen überreichen würde.
Unglaublich, der Chef ruft mich selbst an und findet interessant, was ich da vorhabe, empfiehlt mir einen Bootsanhänger mit Typbezeichnung und Hersteller, der für diesen Zweck als Basis dienen könnte. Er sagt auch gleich, dass einige Stellen zu schwach dimensioniert sind, hat sich den Kram also angeschaut. Ich bin begeistert, wir vereinbaren, dass ich mit einem Modell von der SD-1 im Maßstab 1:10 und dem dazu passenden Anhängermodell bei ihm mal aufkreuze.
Das Modell des Fliegers ist fertig, das Anhängermodell nicht, ich fahre zu meiner Suzuki-Werkstatt für eine kleine Inspektion und gehe währenddessen zu Fuß zu GTÜ zwei Straßen weiter. Ein Mann in der Halle spricht mich an, was ich wolle, ich frage, ob er Herr Schumacher sei, er nickt und ich will ihm den Entwurf zeigen. Er weiß überhaupt nicht Bescheid und sagt, er habe niemals mit mir telefoniert, aber es gäbe in Bornheim noch einen Schumacher, das sei wohl eine Verwechselung. Enttäuscht ziehe ich wieder ab. Der Schumacher in Bornheim heißt Jan Schumacher und hatte schon abgesagt, der in Weilerswist heißt Christian Schumacher. Also fahre ich nach Kardorf, wo der Schadenssachverständige sitzt und frage den nochmal. Er sagt mir dass sein Chef Schumacher heißt, allerdings Markus Schumacher - - - - - huch ?!?!
Es gibt also hier ein GTÜ-Dreieck mit Schumachern, die angeblich nicht miteinander verwandt sind.
Ok, ich kriege die Handy-Nr. von dem, der der richtige sein müßte und probiere ihn ohne Erfolg zu erreichen. Ich schreibe eine Mail und höre nichts mehr.
So langsam glaube ich, es will keiner, dass ich mal fliege.
Und da kommt vor ein paar Tagen eine E-Mail "Hallo Herr Schulte, aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens usw. blabla" ich will schon wieder zumachen, . . . kann ich Ihnen nur den Montag den 13. Juli um 17:30 anbieten am Standort in Kardorf."
Also nach Feierabend offenbar. Hat das Warten jetzt ein Ende ? Er hat mich nicht vergessen, ich bin auphorisch u.a. auch durch die Klebstoffdämpfe, die ich gerade einatme . . . . wovon wohl ? Anhängermodell bauen, aber wie verrückt. Montag Mittag MUSS es fertig sein, zumindest so, dass es hübsch anzuschauen ist und als Diskussionsgrundlage dienen kann. Im Prinzip baue ich nur den Aufbau, der später auf einen Kaufanhänger drauf soll.
Wenn das Modell fertig ist, gibts natürlich auch ein paar Bilder hier.
Drückt mir die Daumen, dass ich dort ein konstruktives Gespräch haben kann und anschließend weiß, was ich tun muß, um eine realistische Chance auf eine Zulassung zu bekommen. ich werde versuche, meinen Nachbarn dazu zu überreden, dass ich das längliche Teil bei ihm im Garten abstellen darf. Bei uns ist nicht der Platz und hinter dem Haus ist kein Zugang.
Gruß
Werner
- Wow, welch eine Odyssee waldi 11.07.2026 23:18 (1)
- Ich habe eins gelernt Werner 12.07.2026 02:32 (0)