Stimmt !
Geschrieben von Werner am 11. Juni 2026 13:35:08:
Als Antwort auf: Re: Werner Bastelstunde: wie kriegt man eine Schlauchschelle ab, ohne sie zu lösen geschrieben von Espace17 am 11. Juni 2026 09:17:01:
die Trennscheiben auf dem Dremel (bzw. Tchiboschleider) sind alle verbraucht und für ein neues Set hätte ich nach Bonn in die Stadt fahren müssen.
Da ich nicht weiß, wie der Stutzen am Tank genau gebaut ist und das auch nicht sehen kann, bin ich sehr vorsichtig mit Schraubenziehr drunter hebeln. Der Entlüftungsstutzen, eigentlich Belüftungsstutzen ist ein Rohr, was im Tank nach oben führt und u.a. auch überlaufenden Sprit nach unten beseitigt.
Das ist natürlich elegant gemacht, aber mechanisch nicht die robusteste Lösung. Wenn ich unten am Stutzen zuviel Gewalt anwende und dieser rausbricht, oder auch nur undicht wird, dann war es das mit dem Tank. Solche Stellen flicken ist riskant. Wenn dann in der Luft durch Vibrationen oder was auch immer die Geschichte wieder undicht wird, läuft dir der Sprit über die Füße. Das ist megaunschön. Wenn dann noch ein Zündfunke käme, hilft der Fallschirm auch nicht mehr.
Ich selbst habe damals meinen Flugzeugtank ohne Überlauf gebaut. Die Belüftung war klassisch durch den Tankdeckel und der Tankende mußte halt auf eine Leiter steigen oder auf einen Hocker, um beim Tanken zu sehen, wann voll ist. Das klappt aber. Der Doppeldecker mit seinen langen Beinen und im Stand hochgereckter Nase hatte den Tank echt hoch liegen. Da ging ohne Leiter nix. Die SD-1 hat den Tankdeckel genau auf der Höhe meines Bauchnabels. Da ist reinschauen kein Problem.
Ich erwäge ernsthaft, die Belüftungsleitung totzulegen. Alles was weg ist, kann auch keinen Ärger mehr machen. Ein Winzloch in den Tankdeckel und fertig.
Früher hat man auch einfach einen Draht mit Schwimmer in den Tankdeckel gesteckt. Der Pilot hatte dann vor sich einen Draht als Füllstandsanzeiger. In einem Fall ist dieser mal hängen geblieben und dem Piloten und Erbauer des Flugzeuges ist nicht aufgefallen, dass eigentlich die Laufzeit des Motors um war. Der Motor blieb dann stehen und es ging abwärts. Die ausgeguckte Landewiese war zwar groß genug, aber den Drahtzaun hat er nicht gesehen. Als er ihn dann bemerkte, hat er versucht, noch drüber weg zu kommen, hat die Kiste nochmal hochgezogen, aber überzogen, die Räder blieben im Zaun hängen => Überschlag in der Luft und bauz, auf den Rücken. Er hat sich dabei zwei Finger gebrochen, mehr nicht.
Gruß
Werner